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Radio Roger Posts

Folge #010 – Post von Roger

Liebe Grüne, liebe Andrea Nahles, liebe BildPlus-Abonnenten,
auch wenn Eure mentalen Briefkästen vermutlich wie immer überquellen, stopfen wir unsere zehnte Folge ohne Rücksicht auf Verluste hinterher. Viel Spaß damit.

 

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Folge #009 – Freispruch im Furzprozess

Die Enthüllungen über Ricos geheimes Doppelleben als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens in Australien beschäftigen die Medienwelt. Vor allem die Meldungen über seine Mobbing-Praktiken gegenüber Mitarbeitern stehen im Mittelpunkt des Interesses. In Folge neun des Kult-Podcasts Radio Roger geht es um seinen Freispruch im Furzprozess. Doch nicht nur das: Johnny berichtet über seine Südostasien-Reise und veröffentlicht exklusiv die ersten Zeilen seines Debütromans. Das neue Rammstein-Video, Artikel 13, schönes Wetter – eien pickepackevoller Podcast zum kalt und warm genießen.
 

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Nachtrag: Don’t call it Ho-Chi-Minh-City!

Wir sind in Saigon. Das ist wichtig zu betonen, denn andere fahren nach Ho-Chi-Minh-City, wie die Stadt inzwischen eigentlich heißt, doch wir fahren nach Saigon. Lisas Eltern sind 1979 mit dem Boot geflohen. Vor dem sozialistischen Regime, das Saigon und damit Südvietnam im April 1975 eingenommen hat, vor den Umerziehungslagern, vor der Armut, die Jahrzehnte des Krieges hinterließen, vor neuen Kriegen mit China und Kambodscha, für die junge Männer im ganzen Land eingezogen wurden. Deswegen ist für sie Ho-Chi-Minh kein kultiger Onkel der Nation und eine Reise in ihr Geburtsland immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, denn die sozialistische Propaganda ist an jeder Straßenecke sichtbar. Lisas Vater ist mit 21 auf eigene Faust geflohen, da war sein Bruder, bei dem wir in Saigon zu Besuch sind, gerade 10 Jahre alt. Inzwischen sind er und seine Frau durch mehrere Modeläden und Immobiliengeschäfte wohlhabend und können sich ein geräumiges Haus…

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Der letzte Backpacker

Nha Trang ist ein Loch. Das war vor vier Jahren so und daran hat sich seitdem nicht viel geändert. Einzig: Es ist noch schlimmer geworden. Noch mehr Betonklötze, die sich entlang der Promenade drängen; noch mehr wild blinkende Fassaden; noch mehr Touristen; noch mehr Touristen abzockende Straßenhändler. Inzwischen kommen die meisten Touristen jedoch nicht mehr aus Russland, sondern aus China. Das zeigt sich auch an den unzähligen grell leuchtenden Schildern für Hotels, Restaurants und Beautysalons (aus mehr besteht der Ort auch eigentlich nicht), die neben Vietnamesisch und Russisch mittlerweile auch in Chinesisch um Aufmerksamkeit wetteifern. Weitere riesige Hotels sind nahezu fertiggestellt, hunderte Zimmer mit Meerblick erweitern das ohnehin schon große Angebot. Verständlich, einen Stadtblick kann man hier wirklich niemanden zumuten. Wenn diese Stadt jemals eine Seele hatte, dann wurde sie inzwischen längst an den Tourismus verkauft. Bei unserem letzten Aufenthalt hier war diese Entwicklung bereits absehbar, aber noch nicht so…

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